Brief der Gefährtin Felicity Ann Ryder, von irgendwo ausserhalb des Knastes

In der Nacht des 27. Juni diesen Jahres wurde der Gefährte Mario Antonio Lopez Fernández in Mexiko City bei der Explosion einer Bombe verletzt. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert mit mehreren schweren Verletzungen.

Auf 325.nostate.net gibt es einen Brief von Mario über seine Situation (eine deutschsprachige Übersetzung ist in Arbeit), sowie ein solidarischer Text von anarchistischen Kollektiven und Gruppen aus Mexiko. Kurz nach der Festnahme von Mario brachten die Behörden eine weitere Person ins Spiel, die Gefährtin Felicity Ann Ryder, welche die Komplizin von Mario sein soll. Sie ist untergetaucht und hat sich nun mit einem Brief zu Wort gemeldet.

Genoss_innen, Freund_innen,

Ich hätte es gerne, dass ich früher geschrieben hätte, aber aufgrund von verschiedenen Umständen hatte ich diese Möglichkeit bis jetzt nicht. Ich möchte herzliche Grüße übermitteln und Danke sagen zu jeder/m, der/die sich um mich und meine Situation gesorgt hat, zu denjenigen, die sich solidarisch mit Mario und mir gezeigt haben. In diesen schweren Momenten bedeutet es sehr viel, dass sich Personen von hier oder aus der Ferne solidarisch zeigen, auch wenn diese mich nie getroffen haben. Ich sende eine revolutionäre Umarmung an euch alle.

Ich möchte trotz allen Lügen der Polizeikräfte von Mexiko City und der Massenmedien klarstellen, ich wurde niemals verhaftet und sie haben mich nie in einen ihrer Knäste eingesperrt. Ich habe versucht zu verstehen, warum sie dies gesagt haben könnten und solche Falschinformation in Mexiko sowie in Australien verbreitet haben, aber am Ende des Tages, als ein freier Mensch, kann ich nicht denken wie ein Polizeibeamter, und ich werde nicht in der Lage sein dies zu verstehen. Vielleicht war es vergebenes Versuchen, um Mario zu brechen oder zu manipulieren, seine Familie zu manipulieren, oder ein Versuch ihre halbe Fachkunde in der Ausführung ihrer Jobs zu zeigen, ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass ich stolz darauf bin eine Anarchistin zu sein, und stolz darauf eine Feindin der Autorität und des Staates.

An meinen Bruder Mario sende ich eine gigantische Umarmung und viel Stärke und Gesundheit. Ich weiß, dass er seinen Überzeugungen treu bleiben wird, sowie seinem Wunsch der Umsetzung der totalen Befreiung. Ich werde immer an deiner Seite sein, compañero. Vergiss nicht, immer Auge in Auge mit dem Feind!

Außerdem sende ich herzliche Grüße an die Genossen auf der Flucht in Chile, Diego Rios und Gabriela Curilem. Eine herzliche Umarmung an die Genoss_innen der CCF und Revolutionary Struggle in Griechenland, an die inhaftierten anarchistischen Genoss_innen in Italien, an Braulio Duran, Luciano Pitronello, Gabriel Pombo da Silva, und an alle anarchistischen Gefangenen und Flüchtigen überall auf der Welt.

Que viva la Anarquia!

Felicity

 

http://www.abc-berlin.net/brief-der-gefaehrtin-felicity-ann-ryder-von-irgendwo-ausserhalb-des-knastes

 

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